Kloster und Pfarrei St. Bonifaz - Berichte aus 2010

zu den Berichten aus den Jahren: 2016 - 2015 - 2014 - 2013 - 2012 - 2011 - 2009

11.12.2010 Verabschiedung von Frau Biesen

38 Jahre lang war sie die feste und zuverlässige Anlaufstelle im Pfarrbüro unserer Pfarrei St. Bonifaz. Am heutigen Abend nun wurde Frau Christa Biesen in den Ruhestand verabschiedet. Pfarrer P. Laurentius Höhn OP, selbst Sohn einer Pfarrsekretärin, dankte Frau Biesen für ihren treuen Dienst. Herr Eberhard Schneider schloss sich im Namen des Verwaltungs- und des Pfarrgemeinderats dem herzlichen Dank an und das Pfarrteam, vertreten durch die beiden GemeindereferntInnen Monika Knauer und Matthias Selzer, überreichte einen Blumenstrauß.
Ein endgültiger Rückzug aus dem Pfarrbüro ist es aber sicher nicht, denn Frau Biesen wird sich weiterhin einmal in der Woche vor allem um den Pfarrbrief kümmern.

Noch einmal sagen wir ein herzliches Dankschön und wünschen ihr alles Gute und Gottes reichen Segen für ihren Ruhestand.

Einige Bilder von der Verabschiedung im Pfarrsaal:

14.11.2010 Albertusfest in St. Bonifaz

Am Vorabend des Gedenktages des heiligen Albert des Großen luden wir Dominikaner wieder zum alljährlichen Albertusfest ein. Zusammen mit Gästen aus den Ordensgemeinschaften, den Pfarreien und der Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität begannen wir mit einem feierlichen Gottesdienst zu Ehren des großen Dominikaners, Theologen und Wissenschaftlers. Festprediger in diesem Jahr war P. Prof. Theofried Baumeister OFM, der den heiligen Albert vor allem als Vorbild für die gelungene Verbindung von Glaube und Wissenschaft charakterisierte. Gleichzeitig wurde damit an die gute Tradition zwischen den Bettelorden des Mittelalters, den Franziskanern und Dominikanern, angeknüpft, dass bei großen Feierlichkeiten immer ein Mitbruder der jeweils anderen Ordensgemeinschaft die Ansprache oder Predigt hält.

Musikalisch eindrucksvoll umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Wormser Ensemble Paulinum (www.ensemblepaulinum.de) unter der Leitung von Christian Bonath. Beim anschließenden gemeinsamen Essen im Pfarrsaal klang der Abend mit guten Gesprächen und herzlicher Begegnung aus.

24.10.2010 Chor- und Orchesterkonzert in St. Bonifaz

Eine beeindruckende musikalische Leistung durften die über 200 Besucher des Chor- und Orchesterkonzertes am 24. Oktober in St. Bonifaz genießen. Der Kammerchor Rheinland-Pfalz (www.kammerchor-rlp.de) und das Kammerorchester "Ensemble Mayence" (www.ensemble-mayence.de) brachten zusammen mit der Sopranistin Katharina Nieß das Stabat Mater von Joseph Gabriel Rheinberger, das Andandte Festivo von Jean Sibelius sowie das Magnificat von John Rutter überzeugend zu Gehör. Die musikalische Leitung hatte Benedikt Stumpf.

Einige Eindrücke in Bildern:

19.09.2010 P. Laurentius Höhn OP:
Assignation in den Mainzer Konvent und
Einführung als neuer Pfarrer von St. Bonifaz

In einem feierlichen Gottesdienst wurde am heutigen Sonntagabend unser Mitbruder P. Laurentius Höhn OP von Dekan Markus Kölzer in sein Amt als neuer Pfarrer von St. Bonifaz eingeführt. P. Laurentius tritt damit offiziell die Nachfolge von P. Sebastian Annas an, der vor wenigen Wochen nach fast zehn Jahren in Mainz nun in Köln unsere Gemeinschaft an St. Andreas seelsorgerlich unterstützt. Zuvor war P. Laurentius fünf Jahre in unserer Klosterpfarrei St. Sophien in Hamburg-Barmbek tätig.

Ebenso offiziell war P. Laurentius bereits mittags durch das Verlesen der Assignationsurkunde durch unseren Prior P. Josef als neuer Mitbruder in den Mainzer Konvent aufgenommen worden.

Wir heißen P. Laurentius herzlich willkommen in Mainz und wünschen ihm für seinen Dienst in Kloster und Pfarrei Gottes reichen Segen!

Bericht in der Allgemeinen Zeitung


 03.09.2010
„Schöpfungs-Momente“: Vom Auftakt bis zum großen Finale

Nacht der offenen Kirchen in Mainz, St. Bonifaz

Bereits zum dritten Mal öffneten sich die Pforten der Mainzer Innenstadtkirchen einen ganzen Abend lang für alle, die eintreten wollten. Im Rahmen der „Nacht der offenen Kirchen“ am 3. September konnte man in 16 katholischen und evangelischen Gotteshäusern Angebote
aller Art wahrnehmen: von musikalischen Akzenten über Ausstellungen zu verschiedenen Themen (beispielsweise „Augustinus“ oder „Judentum und Christentum“) bis hin zur „Duftkirche“ war für jeden Interessierten und jede Interessierte etwas dabei. Wer wollte, konnte ebenso das Gespräch suchen, leicht in Kontakt zu anderen kommen bzw. sich über Gebäude, Gemeinde oder Gemeinschaft vor Ort informieren. Natürlich bestand auch die Gelegenheit, einfach nur in einem Kirchenraum zu verweilen, nachzudenken, zu beten…

„Schöpfungs-Momente“ - so lautete der Titel, unter den wir Dominikaner den Abend in unserer Pfarr- und Klosterkirche St. Bonifaz gestellt haben. Lichteffekte ließen den Kirchenraum in neuem, farbigem Licht erstrahlen, während als „Schöpfungs-Musik“ die Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi erklangen und unsere Inszenierung der Schöpfung ihren Lauf nahm: von ihrem
Anfangspunkt durch den Schöpfer über ihre heute andauernde Dimension bis hin zur ihrer noch ausstehenden Vollendung durch Gott. Als „Schöpfungs-Auftakt“ wurden die beiden Schöpfungsberichte, die wir auf den ersten Seiten der Bibel finden (Buch Genesis, Kapitel 1 und 2), in verschiedenen Sprachen gelesen. Eine Bildpräsentation über „Schöpfungs-Kontraste“ lud zur meditativen und assoziativen Auseinandersetzung mit heutigen Dimensionen einer creatio continua (fortdauernde Schöpfung) ein. Zum „Schöpfungs-Finale“ kamen schlussendlich, nachdem wir mit dem Anfang der Bibel begonnen hatten, auch die letzten Seiten der Heiligen Schrift zu Gehör (Offenbarung des Johannes, Kapitel 21 und 22). So zog der Abend einen Spannungsbogen vom Anbeginn bis hin zur grandiosen Vollendung der Schöpfung am Ende der Zeiten, wenn es keine Nacht und keine Finsternis mehr geben wird (vgl. Offb 21).

Viele Menschen besuchten uns und die anderen Mainzer Innenstadtkirchen - auch solche, die sonst den Weg zu uns nicht finden würden - und mit einigen kamen wir ins Gespräch, was uns sehr gefreut hat. Wir danken allen Beteiligten, Initiatoren und Helfern aus Stadt, Pfarrei und Kloster und hoffen darauf, dass einige dieser „Schöpfungs-Momente“ auch später noch fortwirken.

fr. Philipp Maria König OP

07.08.2010
Verabschiedung von P. Sebastian Annas OP

P. Sebastian hatte den Eindruck, es müsse Weihnachten sein - denn die Kirche war am Vorabend des Hochfestes unseres Ordensgründers, des Heiligen Dominikus, so voll besetzt wie sonst nur zur Christmette. Der Anlass zu dieser regen Anteilnahme hatte allerdings - anders als Weihnachten - auch etwas Wehmütiges, denn es galt P. Sebastian nach fast zehnjähriger Tätigkeit als Pfarrer von St. Bonifaz aus Mainz zu verabschieden.

So waren viele aus der Pfarrgemeinde, ihren Gremien, aus den Mainzer Pfarreien und Ordensgemeinschaften, sogar aus der Politik gekommen, um P. Sebastian mit ihrem Gebet und guten Wünschen "Danke" zu sagen für seinen Einsatz in St. Bonifaz. Generalvikar Dietmar Giebelmann überbrachte den herzlichen Dank der Bistumsleitung und Provinzial P. Johannes Bunnenberg OP hielt die Festpredigt.

Nach dem festlichen Gottesdienst waren alle zum Empfang vor der Kirche eingeladen. In Reimform würdigten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltungsrat P. Sebastians segensreiches Wirken. Auch der Pfarrer unserer evangelischen Nachbarpfarrei lobte die gute Zusammenarbeit und bedauerte den Weggang von P. Sebastian. Musikalisch eingerahmt von Klavier, Querflöte und Posaune und kulinarisch von Wein, Wasser und Häppchen wurde aus dem Abschied schließlich aber doch eher ein fröhliches Fest.

P. Sebastian wechselt nun in die Dominikaner-Pfarrei St. Andreas nach Köln. Sein Nachfolger als Pfarrer von St. Bonifaz wird P. Laurentius Höhn OP, der im September aus unserem Hamburger Konvent nach Mainz ziehen wird.

Bericht in der Allgemeinen Zeitung

Eindrücke von der Verabschiedung in Bildern

19.06.2010
Pfarrfest und Feierliche Profess von fr. Peter Henrich OP

Das traditionelle Pfarrfest in St. Bonifaz zeigte sich in diesem Jahr ganz untraditionell - und das gleich in zweifacher Hinsicht: Durch die Bauarbeiten am ehemaligen Kloster mussten das Kaffeetrinken am Nachmittag und das Grillen am Abend in den Garten unseres neuen Klosters in der Gartenfeldstraße verlegt werden. Allen Meteorologen zum Trotz zeigte sich zudem statt des angekündigten Regens überwiegend die Sonne, so dass auch tatsächlich im Klostergarten gefeiert werden konnte.

Und ein zweiter erfreulicher Anlass bereicherte das Pfarrfest: Während des Festgottesdienstes um 17:00 Uhr in der Kirche legte unser Mitbruder fr. Peter Henrich OP seine Feierliche Profess ab - ein großer und endgültiger Schritt in den Orden der Predigerbrüder, der auch in der Professformel seinen deutlichen Ausdruck findet: "...werde ich ... gehorsam sein bis zum Tod." Darin steckt der Wunsch und die Verpflichtung, sich ein Leben lang auf die Suche nach Gott einzulassen und dies in der speziellen Art der dominikanischen Lebensweise zu tun, so unser Provinzial P. Johannes Bunnenberg OP in seiner Predigt. Wir gratulieren fr. Peter herzlich für seine Entscheidung und wünschen ihm Gottes reichen Segen!

So wurde es in diesem Jahr eine bunte Mischung aus Pfarrfest und Professfeier. Der Ortswechsel zwischen Bonifaziusplatz und Gartenfeldstraße machte auf fröhliche und festliche Art deutlich, was in St. Bonifaz zusammengehört: Pfarrkirche und Kloster, Dominikaner und Pfarrei - alle unter dem gleichen Patronat. Und letztlich kam dann doch die Tradition nicht zu kurz: Denn das große Bonifaz-Quiz rundete das Profess- und Pfarrfest gelungen ab.

Eindrücke von der Professfeier



Bilder vom Pfarrfest

04.06.2010 - Einweihung der neuen Klosterkapelle

Lange wurde geplant, besprochen, wurden Entwürfe gemacht und nach dem geeigneten Künstler gesucht - nun ist sie vollendet: die neue Hauskapelle des Dominikanerklosters St. Bonifaz. Und nicht nur die Kapelle - nein, der ganze Klosterneubau in der Gartenfeldstraße, der 2008 bezogen wurde, hat nun seinen Abschluss gefunden. Denn die Hauskapelle stellt das "Herz des Klosters und der Gemeinschaft" dar, wie Bischof Karl Kardinal Lehmann, der eigens zur Einweihung gekommen war, in seiner Predigt betonte.

In einem feierlichen Gottesdienst segnete Kardinal Lehmann zunächst den Kapellenraum und die anwesenden Mitbrüder und Gläubigen, die die Kirche verkörpern. Besonders eindrucksvoll und für die meisten Anwesenden ein bisher einmaliges Erlebnis war die Weihe des Altares mit ihren ausdrucksstarken Riten: Nach der Allerheiligenlitanei wird der Altar - seit frühchristlicher Zeit verstanden als Symbol für Christus selbst - mit geweihtem Wasser besprengt und mit Chrisam gesalbt (wiederum findet sich der unmittelbare Bezug zu Christus als dem "Gesalbten"). Das Abbrennen des Weihrauchs auf dem Altar lehnt sich an das Psalmwort "Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf" (Ps 141) an und symbolisiert das Fortdauern des Opfers Christi auf dem Altar unter heiligen Zeichen. Nach dem Auflegen des Altartuchs und der Bereitung der Gaben wurde in der Feier der Eucharistie der Altar erstmals seinem eigentlichen Zweck zugeführt und damit der Höhepunkt der Altarweihe erreicht.

Zum Schluss des Gottesdienstes segnete Kardinal Lehmann die Tabernakelstele, in der das Allerheiligste aubewahrt wird, und entzündete das ewige Licht. Damit hat unsere Klostergemeinschaft nun auch im neuen Klostergebäude eine geistliche Mitte, einen Ort des Gebets und der Meditation, der gemeinsamen Feier des Stundengebets und der Eucharistie, die das Fundament für unsere Arbeit in der Verkündigung des Wortes Gottes bilden.

Rafael Seitz, der Künstler, der unsere Klosterkapelle in enger Zusammenarbeit mit der ganzen Hausgemeinschaft konzipiert hat, stellte das Gesamtprojekt von Anfang an unter das Thema "Lichte Weite". Mit viel Glas und unterschiedlichsten Farben setzte er zusammen mit DERIX GLASSTUDIOS dieses Thema handwerklich gekonnt und künstlerisch gelungen um. Im Zusammenspiel mit dem dunklen, fast schwarzen Altar aus Rohstahl, dem schweren Kerzenleuchter und dem Sockel für das ewige Licht - aus dem gleichen Material gearbeitet -, sowie dem lichtdurchlässigen Standkreuz mit seinen Vergoldungen und dem goldenen Tabernakelelement entfaltet der Kapellenraum seine ganze Wirkung. Am Tag der Einweihung war es schließlich das helle Sonnenlicht, das die neue Kapelle in ihrem besonderen Glanz erstrahlen ließ.

Mit den folgenden Bildern möchten wir Ihnen einen kleinen Eindruck von der Einweihungsfeier und der neuen Klosterkapelle vermitteln.

Weitere Artikel:
Bericht der Bischöflichen Pressestelle Mainz
Artikel in der Allgemeinen Zeitung

30.05.2010 - 75. Geburtstag von P. Franz Voith OP

Am heutigen Dreifaltigkeitssonntag feiert unser Mitbruder P. Franz Voith OP seinen 75. Geburtstag.

Wir gratulieren ihm herzlich zu seinem Festtag
und wünschen ihm Gottes reichen Segen für das neue Lebensjahr!

20.05.2010 - Ein Vorgeschmack auf die neue Hauskapelle
Besuch bei DERIX GLASSTUDIOS in Taunusstein

Bald steht die Einweihung unserer neuen, lang ersehnten Hauskapelle vor der Tür. Um uns vorab bereits einen kleinen Eindruck von der künftigen Raumgestaltung zu verschaffen, haben wir mit einigen Brüdern die DERIX GLASSTUDIOS in Taunusstein besucht. Dort sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade tatkräftig damit beschäftigt, die Pläne des von uns beauftragten Künstlers Raphael Seitz zur Innengestaltung der Kapelle unseres Klosters umzusetzen.

Die freundliche und fachkundige Führung von Herrn Hoferichter, Mitarbeiter der Firma DERIX, ermöglichte uns hochinteressante Einblicke in die verschiedenen Arbeitsgänge und Prozesse, die in einer Glaskunstwerkstatt ablaufen: Vom Zuschneiden der Glasplatten bis zum Zusammensetzen einzelner Teile, vom Ätzen und Sandstrahlen bis hin zur Glasmalerei war alles dabei.

Besonders spannend war es für uns Dominikaner natürlich zu sehen, wie weit die Wandteile unserer künftigen Kapelle, sowie die Tabernakelstele und das Ewige Licht in ihrer Entstehung vorangeschritten sind. Auf den Bildern können Sie einige Eindrücke davon sehen:

Zur Homepage der DERIX GLASSTUDIOS

fr. Philipp M. König OP

24.04.2010 - Pfarrwallfahrt nach Marienstatt im Westerwald

Bei strahlendem Sonnenschein führte uns die diesjährige Pfarrwallfahrt zur Zisterzienserabtei Marienstatt im Westerwald. Allen, die nicht dabei sein konnten, möchten wir hier einen kleinen Eindruck in Bildern geben.