Kloster und Pfarrei St. Bonifaz - Berichte aus 2011

zu den Berichten aus den Jahren: 2016 - 2015 - 2014 - 2013 - 2012 - 2010 - 2009

13.12.2011 Adventfeier

Am 13.Dezember 2011 fand die Adventsfeier der Senioren statt. Kinder aus der KIta Liebfrauen führten unter der Leitung von Sonja Lubkowski ein kleines Krippenspiel vor, das allgemeine Zustimmung fand. Auch wie in den vergangenen Jahren kam der Nikolaus und brachte für die großen und kleinen Menschen Geschenke mit.

2. Advent 2011 Krippenbild

In St. Bonifaz ist es seit einigen Jahren Tradition, dass es jeweils zur Schriftlesung eine Krippe gibt. Am 2. Advent ging es um die Zeit, die bei Gott anders gemessen wird als bei Menschen und die Zeitzwänge in denen der Mensch festsitzt. Die Gestaltung der Krippe stammte von Pater Laurentius Höhn, der in seiner Predigt die Frage stellte, was wohl der Täufer Johannes sagen würde, wenn er heute über den Mainzer Weihnachtsmarkt ginge?
Wer nun neugierig geworden ist und sehen will, was sich die anderen Dominikaner so einfallen lassen zu den kommenden Sonntagslesungen der kann gerne vorschauen. Die Kirche ist täglich außer Sonntags von 8:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet..

13.11.2011 Albertus Magnus

Am 15. November feiert die Kirche das Fest des Hl. Albertus Magnus. Die Dominikaner luden schon am Sonntag zum Festgottesdienst. Die Predigt hielt Prof. Dr. Matthias Pulte, Professor für Kirchenrecht an der katholischen Fakultät der Universität Mainz. Anschließend war ein Beisammensein mit Mainzer Ordensleuten.

6.11.2011 Priorwahl

Der Mainzer Dominikanerkonvent hat am Samstag, den 5.11.2011, fr. Josef kleine Bornhorst OP zum Prior gewählt. Fr. Josef hat die Wahl am Sonntag, den 6.11.2011, in der Vesper angenommen. Wir wünschen ihm Gottes Segen für seine neue Amtszeit.

fr. Peter Kreutzwald OP

29./30.10.2011 Pfarrgemeinderatswahl

Am 29. / 30. Oktober 2011 wurde ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis wurden folgende Kandidaten in den neuen Pfarrgemeinderat gewählt:

Frau Stefanie Völkl, Frau Christin Enders, Frau Katharina Butenkemper, Herr Gerhard Käsmann, Herr Dr. Matthias Hermes, Frau Ulrike Ludy und Herr Andreas Bensberg.

Den Gewählten herzliche Gratulation.

fr. Peter Kreutzwald OP

26.10.2011 650. Todestag Johannes Taulers: Vortrag von Prof. Ludger Schwienhorst-Schönberger, Wien

Am 26. Oktober 2011 wurde in der Mainzer Pfarrkirche St. Bonifaz die Veranstaltungsreihe zum Jubiläum des 650. Todestages des Dominikaners und Mystikers Johannes Tauler mit einem Vortrag von Prof. Ludger Schwienhorst-Schönberger abgeschlossen. Der Referent ist Professor für alttestamentliche Exegese an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität in Wien. In seinem Vortrag erläuterte er das Verhältnis von Mystik und Auslegung der Hl. Schrift. Er ging von der These der Mystiker aus, dass der Mensch Gott begegnen könne. Ja, Gott wolle sogar dem Menschen, seinem Geschöpf, begegnen. Diese Gottesbegegnung sei immer eine Erfahrung. Gottesbegegnung sei also Gotteserfahrung des Menschen. Jeder Mensch sei dazu in der Lage, wenn er bestimmte Voraussetzungen erfülle. Die Mystiker, so auch Johannes Tauler, sahen diese Voraussetzung im inneren Leersein. Nichts darf den Blick auf Gott verstellen. Das weise, so der Referent, auf das alttestamentliche Gebot des Dekalogs hin, sich kein Bild von Gott zu machen und keine anderen Götter anzubeten, denn nur Gott habe die Israeliten aus der Sklaverei herausgeführt. Diese Bilder seien schließlich nicht Gott sondern nur Surrogate. Zusätzlich gäbe es im Menschen eine Reihe von Götzen, die den Blick von Gott ganz und gar ablenken und eine Begegnung Gottes mit seinem Geschöpf völlig unmöglich machen. Von all diesen Dingen müsse der Mensch sich reinigen lassen. Anschließend beantwortete Prof. Schwienhorst-Schönberger Fragen der Zuhörer und stand noch für persönliche Gespräche zur Verfügung.

fr. Ralf Sagner OP

28.08.2011 Offene Türen

Die AG Religiöse Gruppen der Neustadt luden zum Tag der offenen Türen unter dem Motto "bunte lebendige Vielfalt" ein. Auch St. Bonifaz war dabei und stellte die 7 Sakramente in Stationen dar. Als Gastgruppe traten jugendliche Sänger der Bahai-Gemeinde mit spirituellen Texten im Pfarrsaal auf.

Ulrike Ludy

25.06.2011 650. Todestag Johannes Taulers: Exkursion nach Straßburg

Am 25. Juni 2011 machte sich eine Gruppe von 35 Interessierten auf den Weg zu einer Exkursion nach Straßburg, um den Spuren Johannes Taulers nachzugehen.

Tauler wurde um 1300 in Straßburg in eine Patrizierfamilie geboren, trat mit 14 Jahren in das dortige Dominikanerkloster ein, starb am 16. Juni 1361 nach einem bewegten Leben in seinem Geburtsort und wurde in seinem Kloster begraben. Seine Grabplatte im Nachfolgebau der 1870 durch einen Brand zerstörten Dominikanerkirche, dem Temple-Neuf, einer evangelischen Kirche, war erstes Ziel der Exkursionsteilnehmer. Nach der Besichtigung des neuromanischen Baus feierten die Teilnehmer eine kleine Andacht an diesem Ort zum Gedächtnis dieses bekannten Sohnes der Stadt.

Die evangelische Hauptkirche St. Thomas, die zweite Station der Exkursion, war zu Taulers Zeiten Pfarrkirche seines Geburtsortes und damit höchstwahrscheinlich sein Taufort. Die Kirche beherbergt heute u.a. eine berühmte Silbermann-Orgel, an der bereits Wolfgang Amadeus Mozart und Albert Schweitzer spielten.

Das Straßburger Münster ist für Straßburgbesucher, also auch für die Exkursionsgruppe, ein absolutes Muss und war daher die dritte Exkursionsetappe. Die beeindruckende Fassade des Westwerkes ist dieselbe, welche bereits Tauler vor Augen hatte, als er im 14. Jahrhundert vom Dominikanerkloster zu den Stätten seiner Seelsorge, den Dominikanerinnenklöstern und Beginenkonventen, lief.

Die von außen unscheinbare, aber im Inneren sehr sehenswerte evangelische Kirche St. Pierre-le-Jeune ist mit einer Statue Johannes Taulers aus dem 19. Jh. geschmückt und war vierte und letzte Station der Exkursion. Taulers Predigten wurden durch die Reformatoren, vor allem Luther, im 16. Jahrhundert rezipiert. Bis ins 19. Jh. wurden seine Predigten unter evangelischen Christen verbreitet.

Die Leitung der Exkursion übernahm Dr. Klaus-Bernward Springer von der Universität Erfurt. Er ließ das Bild mittelalterlichen Lebens in Straßburg zur Zeit Taulers mit seinen religiösen Aufbruchsbewegungen, seinen gesellschaftlichen und religiösen Spannungen vor den Augen der Teilnehmer plastisch und anschaulich entstehen.

fr. Ralf Sagner OP

16.06.2011 Gedenkgottesdienst am 650. Todestag Johannes Taulers mit Weihbischof Dr. Stefan Zekorn

In unserer Veranstaltungsreihe über den Mystiker Johannes Tauler feierten wir am 16. Juni in St. Bonifaz einen Gedenkgottesdienst, um an seinem 650. Todestag an diesen großen Dominikaner zu erinnern.

Wir sind dankbar, dass sich Weihbischof Dr. Stefan Zekorn aus Münster gerne bereit erklärt hat, als Zelebrant und vor allem als Prediger Johannes Tauler ganz aktuell ins Gedächtnis zu rufen. Denn was Tauler in einem turbulenten 14. Jahrhundert mit durchaus krisenhaften kirchlichen Entwicklungen an Wegweisung für ein Leben mit, in und aus Gott gepredigt hat, gilt für uns heute ungebrochen in gleicher Weise. Denn "Gottes Sehnsucht nach uns Menschen", die Weihbischof Zekorn in das Zentrum seiner Predigt gestellt hat, hat - seit dies Johannes Tauler formuliert hat - sicher nichts an Intensität verloren. Für Tauler ist diese Sehnsucht Gottes nach den Menschen wie eine göttliche Einladung an uns, uns ganz und gar auf Ihn einzulassen, uns Ihm zu überlassen, und in dieser Gelassenheit unseren Alltag zu meistern.

Nach der anschließenden Vesper in der Hauskapelle unseres Klosters kamen wir beim gemeinsamen Abendessen in unserem Refektorium noch mit Weihbischof Zekorn ins Gespräch.

fr. Johannes M. Schäffler OP

04.06.2011 "Feierliche Profess von fr. Ralf Sagner OP
und fr. Frank Ewerszumrode OP

Ein besonderes Fest für unser Kloster: Zwei Mitbrüder, fr. Ralf Sagner OP und fr. Frank Ewerszumrode OP, legten am Samstag ihre feierliche Profess ab und binden sich damit an unseren Orden "bis zum Tod", wie es in der Professformel heißt.

Zusammen mit vielen Angehörigen, Freunden, Mitbrüdern und -schwestern und zahlreichen weiteren Gästen durften wir diesen großen Festtag begehen.

Wir beglückwünschen beide Professen zu diesem Schritt und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg im Predigerorden Gottes reichen Segen!

fr. Johannes M. Schäffler OP
Fotos: fr. Adam Rokosz OP

25.05.2011 "Zur Reifungsgeschichte in den Lebensaltern" - Vortrag zu Johannes Tauler von P. Prof. Michael Schneider SJ

Den 650. Todestag von Johannes Tauler haben wir Mainzer Dominikaner des 21. Jahrhunderts zum Anlass genommen, einen Blick auf das Leben dieses mittelalterlichen Dominikaners zu werfen. Mit Meister Eckardt und Heinrich Seuse bildete Tauler die Dominikaner-Trias der mittelalterlichen Mystiker. Am 25. Mai eröffnete P. Michael Schneider SJ (Sankt Georgen, Frankfurt/M.) unsere kleine Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag „Johannes Tauler: Zur Reifungsgeschichte in den Lebensaltern“.

Tauler bemerkte in seiner Seelsorge, dass der Mensch nicht nur körperlich und intellektuell altert, sondern dass es auch im geistlichen Leben charakteristische Alterserscheinungen gibt. Das ist hier allerdings kein Abbauprozess, wie es dem Leib widerfährt, sondern ein Wandlungsprozess, der in bestimmten Lebensaltern krisenhafte Umbrüche verursacht. Insgesamt ist dieser Prozess ein Prozess der Reifung, des Reifwerdens.

Anschaulich, mit meist ironischen Beispielen, stellte P. Schneider die Sicht Taulers auf den Reifungsprozess eines gläubigen Menschen dar. Die Zuhörer konnten sich überzeugen, dass Taulers Ansichten nach wie vor aktuell sind und eine ungewohnte Perspektive auf ihr eigenes Leben darstellen. Damit lohnt es sich, auch im 21. Jahrhundert die Predigten Taulers aus dem Bücherregal zu holen und einen Blick hinein zu werfen.

fr. Ralf Sagner OP

22.01.2011 Neujahrsempfang in St. Bonifaz

Ein neues Jahr bietet immer die Möglichkeit zurückzublicken auf Vergangenes und einen Ausblick zu wagen auf Zukünftiges. Pater Laurentius verband beides miteinander, den Dank für vielfältige Dienste im vergangenen Jahr 2010 mit einer vorsichtigen Vision für die Zukunft von St. Bonifaz, die in der Hände aller Gemeindemitglieder als getaufte und gefirmte Christen liegt.

Der Neujahrsempfang in Bildern:

Ulrike l Ulrike