Studentat der Dominikanerprovinz Teutonia - Berichte 2014

zu den Beiträgen aus den Jahren: 2016 - 2015 - 2013 - 2012 - 2011 - 2010

17.10. bis 19.10.2014 Leitung und Finanzen

Die Themen Leitung und Finanzen haben zwar einen ziemlich profanen Klang, dennoch nehmen sie in unserem Leben einen wichtigen Raum ein, der gestaltet und reflektiert sein will. Ein ganzes Wochenende lang hatten wir Studenten die Gelegenheit, uns diesen Themen aus unterschiedlicher Perspektive anzunähern.

Von 17. bis 19. Oktober waren wir dazu im Kölner Konvent Heilig Kreuz zu Gast, wo sowohl unsere Provinzleitung als auch die Syndicatur, das Verwaltungszentrum unserer Ordensprovinz, ihren Sitz hat.

Pater Provinzial Dr. Johannes Bunnenberg erschloss mit uns insbesondere die geistliche Dimension beim Thema Leitung und trat mit uns in einen intensiven und spannenden Austausch über den Bericht des Ordensmeisters ein, der unsere Provinz im September dieses Jahres visitiert hat.

Pater Bonifatius Hicks, der Syndicus unserer Provinz, führte uns auf überraschend unterhaltsame und interessante Weise in den Bereich der Wirtschaft und Finanzen ein, der auch für unser Leben im Orden von Belang ist.

Eine besondere Freude war es für uns, dass wir abschließend den 80. Geburtstag unseres Mitbruders Manfred Gerigk mitfeiern konnten, eines langjährigen Bolivienmissionars, der nun im Konvent Heilig Kreuz lebt. Unser herzlicher Dank für dieses schöne, intensive und informative Wochenende gilt den Organisatoren, den Referenten sowie den Brüdern der Kölner Kommunität!
fr. Philipp König OP

11.10.2014 Diakonenweihe von fr. Daniel und fr. Philipp

Die Brüder des Dominikanerkonvents in Mainz freuen sich, dass am Samstag, den 11. Oktober 2014, frs. Daniel Stadtherr OP und Philipp M. König OP von Weihbischof Robert Brahm (Trier) in der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung in Klausen in der Eifel zu Diakonen geweiht wurden.

Wir wünschen Ihnen Gottes Segen für ihre Aufgaben im bevorstehenden Pastoraljahr!
fr. Dennis Halft OP

 
 



                  
 

28.09.2014 Feierliche Profess von fr. Dennis und fr. Philipp

Am vergangenen Sonntag durften wir in Köln im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes die feierliche Profess unserer Mitbrüder fr. Dennis Halft und fr. Philipp Maria König feiern.

Ihre Profess, das Versprechen dem Orden bis zum Tod treu zu bleiben, legten die beiden in die Hände des Ordensmeisters fr. Bruno Cadoré ab.

Nach dem Gottesdienst gab es bei bestem Kölner Wetter die Möglichkeit gemeinsam diesen besonderen Tag zu feiern. Hierfür waren Verwandte, Freunde, Weggefährten der Professen genauso wie viele Schwestern und Brüder der dominikanischen Familie nach Köln gereist.

Den beiden Professen wünschen wir auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute und Gottes Segen für ihren weiteren Weg im und mit dem Orden. Herzlichen Glückwunsch.

fr. Christoph Tobias Brandt OP


       
       
     
                   

20.07.-03.08.2014 Camino Dom - Auf dem Jakobsweg

Vier Tage im Sommer auf dem Jakobsweg pilgern und anschließend vier Tage Pilger empfangen - seit sieben Jahren gibt es dieses Projekt der französischen Dominikanerstudenten für 18-35jährige Interessierte. In Le Puy en Velay liegt der Startpunkt dieses "Camino Dom" und im Dörfchen Aumont Aubrac am Rande der Auvergne der Zielpunkt. Dort werden dann auch die Pilger empfangen.

Diesen Sommer haben sich die deutschen Dominikanerstudenten erstmalig an dem Projekt beteiligt. Vom 20. Juli bis zum 3. August sind wir in drei Gruppen von je 4 Dominikanern und ungefähr 8 weiteren Pilgern zeitversetzt gepilgert. Jeden Tag sind wir gut 20 km gelaufen, haben miteinander die Bibel geteilt und die Hl. Messe gefeiert. Immer wieder sind andere Pilger ein Stück des Weges mit uns gegangen. In Aumont Aubrac angekommen, haben wir dann das, was wir unterwegs an Gastfreundschaft empfangen haben, zurückgeben können. Menschen aus aller Welt wurden von uns willkommen geheißen. Wir haben für die Pilger gekocht und mit ihnen gegessen, haben miteinander gebetet und Gottesdienst gefeiert und viele Gespräche miteinander geführt.

Es war eine sehr intensive und fruchtbare Zeit.

P. Peter Kreutzwald OP

17.05.2014 Priesterweihe von fr. Gregor und fr. Johannes

Am Samstag, 17. Mai, wurden unsere Mitbrüder fr. Gregor Naumann OP und fr. Johannes Matthias Schäffler OP in unserer Klosterkirche St. Albertus Magnus in Braunschweig zu Priestern geweiht. Etwa 400 Gäste und Mitbrüder waren aus nah und fern angereist, um dieses Fest mitzufeiern.

Die Weihe nahm Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim vor. In seiner Predigt wurde deutlich, dass sich der Dienst als Priester wirklich lohnt. In diesem Sinne gab er unseren Mitbrüdern viel Zuversicht mit auf den Weg. Gleichzeitig ließ die Predigt aber auch den Realitätssinn nicht vermissen. Der Bischof machte deutlich, dass es nicht immer leicht sein wird, Priester zu sein, dass es Anfragen und Herausforderungen gibt und dass der Dienst mit einer großen Verantwortung verbunden ist.

Im Anschluss an die Weiheliturgie waren alle Gäste zum gemeinsamen Weiterfeiern in die Räume des Klosters und der Pfarrei eingeladen. Bei bestem Wetter bot sich so die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Den offiziellen Abschluss der Festivitäten bildete die gut besuchte Dankvesper mit der Möglichkeit, den Einzelprimizsegen zu empfangen.

Den beiden Neupriestern gratulieren wir herzlich und wünschen ihnen Gottes reichen Segen!

fr. Christoph Tobias Brandt OP

28.-30.03.2014 Keuschheit - Formationswochenende in Mainz

Das Gelübde der Keuschheit

Unter diesem zugegebenermaßen etwas sperrigen Titel stand das Formationswochenende des Studentats, das zugleich für fr. Augustinus und fr. Christoph den Einstieg in das Studentat, für fr. Christian den Ausstieg daraus bedeutete.

Am Freitagnachmittag durften wir Prof. P. Wucherpfennig SJ in Mainz begrüßen. Er hat versucht, uns einen biblischen Blick auf das Gelübde der Keuschheit zu ermöglichen. Dies ist ihm mit einem Rundgang sowohl durch das Alte als auch das Neue Testament auf eindrückliche Weise gelungen.

Am Samstag hat Dr. Georg Beirer die Arbeit mit uns fortgesetzt. Er hat sehr deutlich gemacht, dass es im Umgang mit den Gelübden vor allem auf die eigene Perspektive und den eigenen Zugang ankommt. Dies gilt insbesondere für die Keuschheit. Wenn ich dieses Gelübde immer nur als Verzicht auf Sexualität sehe, dann wird es auch immer ein Verzicht und damit ein Kampf bleiben.

Ehelosigkeit ist eben eine Entscheidung - und man kann entweder mit einer Entscheidung leben, oder entschieden leben, d.h. dann, mit dem, wofür man sich entschieden hat, die Gemeinschaft, die Gottesbeziehung, die Stille zu gestalten. Wenn Sexualität letztlich Intimität bedeutet und Intimität gleichzusetzen ist mit Vertrautheit, dann gibt es plötzlich sehr viel mehr Räume der Intimität, als man zunächst glauben will. Dies zeigte sich schon an der Vertrautheit des Studentats, die sehr gute Gespräche ermöglicht hat, obwohl zwei mehr oder weniger neue Gesichter dabei waren.

Die beiden sehr intensiven Tage waren natürlich viel zu kurz und wir hätten sicher noch einige Tage mit beiden Referenten arbeiten können, aber vielleicht ergibt sich ja eine andere Gelegenheit dazu. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich bei Prof. P. Wucherpfennig SJ und bei Dr. Georg Beirer für dieses Wochenende bedanken.

An diesem Wochenende haben wir allerdings nicht nur inhaltlich gearbeitet, sondern auch fr. Christian aus dem Studentat verabschiedet. Dies haben wir bei hervorragender Stimmung in der Mainzer Altstadt getan. Das Studentat wünscht fr. Christian für seine weitere Zeit in Vechta auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute und Gottes Segen.

fr. Christoph T. Brandt OP

24.03.2014 Willkommen, fr. Christoph und fr. Augustinus!

Das Mainzer Studentat hat Zuwachs bekommen. Mit ihrer einfachen Profess am 22. März in Worms haben fr. Christoph Tobias Brandt OP und fr. Augustinus Johannes Hildebrandt OP zusammen mit ihren beiden Mitbrüdern aus der süddeutsch-österreichischen Provinz ihre Noviziatszeit beendet. Zunächst für drei Jahre wollen sie nun weiter in den Orden hineinwachsen und sind dazu am 24. März ins Studienhaus nach Mainz umgezogen.

Mit der Verlesung der Assignationsurkunden durch Prior P. Josef gehören sie nun dem Mainzer Konvent an. Wir freuen uns über die neuen Mitbrüder und wünschen alles Gute und Gottes Segen für ihren weiteren Weg mit uns.

fr. Johannes M. Schäffler OP

23.03.2014 Professverlängerung von fr. Tobias

Wir Dominikaner legen unsere Profess nicht auf ein konkretes Kloster ab, sondern auf den gesamten Orden, der auf allen fünf Kontinenten vertreten ist. Das durfte unser Mainzer Mitbruder fr. Tobias Schrörs OP am Sonntag, 23. März, ganz konkret erfahren. In Cochabamba in Bolivien, wo fr. Tobias sein Auslandsstudienjahr verbringt, verlängerte er sein Professversprechen um ein weiteres Jahr.

Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen!

19.-23.02.2014 Studentatswerkwoche in Brüssel

Vom 19.-23. Februar trafen wir Studenten der Dominikanerprovinz Teutonia unsere Brüder aus Süddeutschland und Österreich, um ein paar Tage lang gemeinsam an einem Thema zu arbeiten. Diesmal hatten wir uns das Thema "Dominikanische Spiritualität" ausgesucht. Dabei sollte besonders die internationale Komponente unseres Ordens betont werden. Deswegen wählten wir als Tagungsort Brüssel, wo Brüder aus Belgien, Polen, Portugal und Frankreich gemeinsam leben und predigen.

Genauso europäisch wie die Klostergemeinschaft in Brüssel waren auch unsere Referenten zusammengesetzt: Mit Alain Arnould OP, Peter Spichtig OP und Stephan Lunte (Kommission der europäischen Bischofskonferenzen, COMECE) konnten wir einen Belgier, einen Schweizer und einen Deutschen für die Arbeit mit uns gewinnen. Außerdem zeigte uns Stephen Shank, ein belgisch-amerikanischer Schauspieler, wie Predigt auch stattfinden kann, nämlich indem er in wenigen Minuten ein biblisches Buch (Jona) "aufgeführt" hat.

Neben dem Konvent in Brüssel stand auch jener in Louvain-la-Neuve auf unserem Programm. Besonders faszinierend war für uns dort, dass der erst vor einigen Jahren neu gegründete Konvent eine sehr modern gestaltete Kapelle mit Bildern des in Frankreich lebenden Künstlers Kim En Joong OP beherbergt. Außerdem luden uns die Brüder in Louvain ein, das Herzstück ihrer Arbeit zu besichtigen: Den Irish Pub "Blackfriars", den sie seit einigen Jahren betreiben, und in dem sie versuchen, mit Studierenden in einem ungezwungenen Rahmen in Kontakt zu kommen und für Diskussionen und Fragen zur Verfügung zu stehen.

Nach einigen Tagen, die uns tiefer in unsere Ordensspiritualität eingeführt haben, sind wir nun nach Mainz zurückgekehrt.

Text: fr. Julian Th. Eder OP
Bilder: fr. Adam Rokosz OP, Wien


Stephan Lunte spricht über die COMECE
(Kommission der europäischen Bischofskonferenzen)


Fr. Dennis in der Kapelle der Dominikaner in Louvain-la-Neuve


Stephen Shank "im Bauch des Fisches"


Im "Blackfriars"-Pub der Dominikaner in Louvain-la-Neuve

27.01.2014 Thomasfest

Gute Traditionen gilt es zu pflegen. So feierten die Dominikanerstudenten und die Brüder des Mainzer Konventes bereits zum vierten Mal zusammen mit vielen Studierenden aus nah und fern gemeinsam das Fest zu Ehren des heiligen Thomas von Aquin (1225-1274).

Die Festpredigt hielt in diesem Jahr Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer vom Thomas-Institut der Universität zu Köln. Die Weisheit, so Thomas von Aquin, sei unter allen, was der Mensch zu erstreben vermag, das Vollkommenste, das Erhabenste, das Nützlichste und das Angenehmste. Dieser Ausspruch steht am Anfang der Summe gegen die Heiden (Summa contra Gentiles), Thomas’ groß angelegter Auseinandersetzung mit den paganen Wissenschaften. Denn Thomas stellt sich die Frage, wie sich die Theologie im Wettstreit mit den anderen Wissenschaften behaupten kann, wenn man auch ihr die Prinzipien der aristotelischen Wissenschaftslehre zugrundelegt.

Im Kern, so unterstreicht Prof. Speer, kann man die Idee von Wissenschaft als ein Wissen aus Gründen bezeichnen. Zugleich hat Wissenschaft, so Thomas im Rückgriff auf Aristoteles, mit der Wahrheit zu tun, aber nicht mit irgendeiner Wahrheit, sondern mit der Wahrheit aller Wahrheit. Und was tut die Weisheit: Sie bedenkt in vorzüglicher Weise diese Wahrheit. Thomas hat als Lehrer diese Wahrheit nicht für sich behalten, sondern neidlos weitergeben. Denn "ein unerschöpflicher Schatz ist sie für die Menschen; alle, die ihn erwerben, erlangen die Freundschaft Gottes" (Weish 7,14).

Nach reichlich weisheitlichem Input im Festgottesdienst ließen wir den Abend im Pfarrsaal bei Lasagne, Wein und Wasser, vielen Begegnungen mit bekannten und neuen Gesichtern und einem sehr lebendigen Austausch in gemütlicher Runde ausklingen.

fr. Daniel Stadtherr OP

02.-04.01.2014 Zeitgenössische Kunst und Religion

Provinzstudientagung der Dominikaner
Wie nun schon seit einigen Jahren haben die Brüder der Dominikanerprovinz Teutonia das neue Kalenderjahr vom 2. bis 4.Januar 2014 mit einer Studientagung begonnen. Aus dem Mainzer Konvent nahmen P. Peter, P. Diethard, fr. Johannes, fr. Daniel, fr. Dennis, fr. Philipp und fr. Julian teil. Zum Thema „Dialog auf Augenhöhe. Zeitgenössische Kunst und Religion“ erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm in unserem Konvent in der Bundeshauptstadt.

Den Versuch, die Berührungspunkte zwischen Kunst und Glauben zu finden, unternahmen – neben Brüdern aus anderen Konventen unserer Ordensprovinz und anderen Mitgliedern der dominikanischen Familie – ein Direktor einer evangelischen Kulturstiftung (Pfr. Christhard-Georg Neubert), ein Schauspieler der Volksbühne Berlin (Herbert Fritsch), ein Journalist und Kunstschriftsteller (Walter Vitt), ein calvinistischer Professor für Systematische Theologie (Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing) und sogar die Kulturstaatsministerin der Bundesregierung (Prof. Monika Grütters).

Da die Vorträge vorwiegend in der Bibliothek unseres Berliner Konventes stattfanden, gab es auch genügend Zeit, Brüder aus anderen Konventen der Provinz zu treffen – auch ein Familientreffen unter Ordensleuten also. Nach drei sehr bereichernden Tagen sind wir nach Mainz zurückgekehrt und würden uns freuen, mit Ihnen über das Thema Kunst und Religion ins Gespräch zu kommen!

fr. Julian Eder OP